Oh du mein Bleistiftanspitzer. Warum ich dich so mag!

Da ist er. Fest montiert an meinem Schreibtisch. Oldtech neben Hightech. Faber-Castell versus Apple. Weit mehr Jahre auf dem Buckel als der erste Macintosh. Keiner dieser unzähligen Anschlusskabel. Macht was er soll. Hat keine Bedenken. Braucht keine Qualitätsdokumentation. Keine DSVGO Unterschrift. Kein Impressum. Keine Widerreden. Keine Reklamationen. Teamfähig. Keine Zickereien. Nie Krank. Einfach nur Kurbel, Metall, Fräse.

 

Da kann der Mensch ruhig mal dankbar sein, für so eine Erfindung. Der Anspitzer von Faber-Castell. Ich war ja schon immer ein Bleistiftkind. Habe die neuen Stiften gehortet und die alten bist zur Handfehlstellung genutzt. Schreiben und einen Pfeil unter dem Tisch. Immer auf alles vorbereitet. Der Feind lauert überall. Wahrscheinlich durfte ich Ende Zimmermann und Aktenzeichen XY zu früh schauen. 

 

Schon immer üben Tischanspitzer eine große Faszination auf mich aus. Muß sie immer mit den Händen spüren. Das kühle Metall, das kratzende Plastik. Oder die mechanische Jupiter Maschine. Vollautomatisch. Doch die Modell von Faber-Castell oder Dahle sind standhaft gegen Hightech. Auf meinem Schreibtisch gab es in den letzten dreißig Jahren viel Wandel im Technikbereich. Wer hat ihn auch miterlebt? Genau. Der Bleistiftanspitzer. Lässig steht er neben dem neuen Mac. Mit der siegessicheren „Dich überlebe ich auch“ Attitude.

Schon immer üben Tischanspitzer eine große Faszination auf mich aus. Muß sie immer mit den Händen spüren. Das kühle Metall, das kratzende Plastik. Oder die mechanische Jupiter Maschine. Vollautomatisch. Doch die Modell von Faber-Castell oder Dahle sind standhaft gegen Hightech. Auf meinem Schreibtisch gab es in den letzten dreißig Jahren viel Wandel im Technikbereich. Wer hat ihn auch miterlebt? Genau. Der Bleistiftanspitzer. Lässig steht er neben dem neuen Mac. Mit der siegessicheren „Dich überlebe ich auch“ Attitude.

 

Und dann diese drei Vorteile:

 

Vorteil 1: Nie wieder suchen

Ist der Tischspitzer einmal montiert, ist er unbeweglich. Fest. Immer an seinem Platz. Das bedeutet: Zeitersparnis für Dich! Ordnung. Nie wieder suchen, wenn Du gerade in deinem kreativen Flow bist. Maus, Tastatur, Bildschirm, Bleistiftanspitzer. 

 

Vorteil 2: Keine Sauerei mehr

Natürlich hat der Tischanspitzer das Megafeature schlechthin. Eine Schublade für die Spähne. ( Spähne, ha, ob die Geschwister Spahn auch liebevoll „Spähne“ genannt werden?). Luftdicht und ordentlich verstaut.

 

Vorteil 3: Sieht nach Arbeit aus

Der Spitzer, die Bleistifte fein säuberlich in Reih und Glied nebeneinander auf dem Schreibtisch drapiert - das sieht so nach Arbeit aus, Du wirst garantiert nicht mehr gestört. Das Gegenteil: Du steigst im Respekt deiner Kollegen, du wirst als neues Vorbild gesehen, als nächster Abteilungsleiter gehandelt, Macher sieht Dich schon als neuer Staatschef - wer so seine Bleistifte spitzt und ausrichtet - der kann auch Bundeskanzler*in. Sie werden sich fragen, was Du Großes planst? „Weißt Du was….?“ ist der Satz der Kollegen, während sie sich fragend, Spaghetti kauend, umschauen und hoffen, irgendwo die Antwort zu finden. Und alles nur wegen dem festmontierten Bleistiftspitzer an deinem Schreibtisch.

 

Vorteil 4: Weniger Espressokonsum

So ein Bleistiftanspitzer ist auch wahnsinnig gesund. Die Muse des Bleistiftanspitzers. Du arbeitest an deinem Text, Blei auf Papier ( ich mach das so, besserer Flow ) und der Text ist länger, wie die spitzeste Spitze. Vom Blei. Nicht von der Pointe. Und dann mußt Du spitzen. Ein stumpfer Blei geht einfach nicht. Nada. Du kratzt ja auch nicht einen Eisbecher leer, wenn Du Lust auf Eis hast, oder? Und dann geht die Zeremonie los. Nur gesund. Ohne zu denken, wieviele Espressi am Tag ungesund sind. Und es ist wie beim Espresso zubereiten:

 

Das „Pfffffff“ durch die dicken Lippen. Sozusagen das Startkommando.

Der Blick auf das stumpfe Etwas. Resignation. Es muß was getan werden.

Das Kunstwedeln. Hoffnung, daß sich die Spitze ausschüttelt.

Die Erinnerung an das Hotel Sonne. Steht auf dem Bleistift.

Der Blick zur abgekauten Radiererkappe.

Das Erheben aus deinem Bürostuhl. Gerade jetzt, als Du so gut sitzt. 

Der gemütliche Gang zum Anspitzer

Das Einführen ( Reinstecken ist genauso Zweideutig ) in die Fräse

Das Kurbeln beim Anspitzen

Das Riechen an den Spähnen

Die Qualitätskontrolle mit prüfenden Blick und Fingertest ( Vorsicht, ist Spitz!)

 

Das Highlight ist das zufriedene Gesicht. Handwerklich was geschaffen. Wie schon Generationen vor Dir. In welchen Büros dieser Welt schon Bleistifte mit diesem Wunderwerk der Technik Bleistifte angespitzt wurden. Wieviele Stunden schon Praktikanten da standen und….. Ach, was soll's. Kein Mensch verletzt und ich muß nicht nochmal in den Baumarkt. Geiles Teil. Wird niemals abgeschraubt.

 

Analog never dies.