Fritz Müller-Landeck // Waldbach mit Birkenwald // Öl auf Leinwand

Waldbach mit Birkenwald von Fritz Müller-Landeck ( 1865-1942 )

Der Maler Fritz Müller-Landeck wurde am 27. Februar 1865 in Pinnow, Pommern, geboren. Die Ausbildung machte der Künstler 1884 bis 1886 an der Berliner Akademie bei Eugen Felix Prosper Bracht und Paul Meyerheim. Nach einem langen Militärdienst und einem längeren Aufenthalt in Italien zog er 1889 nach München. Mehrmalige Studienreisen in die Schweiz und Österreich. 

Im offiziellen Katalog der Münchener Jahresausstellung 1902 im Glasplast ist er unter der Nummer 902 mit seinem Bild Waldbach gelistet. Der Maler machte sich ein Namen als Landschaftsmaler mit Motiven der näheren Münchener Umgebung. 

Als Professor für zeitgenössische Kunst lehrte er an der Münchener Akademie für bildende Künste. Bei der  Großen Deutschen Kunstaustellung 1938 war auch sein Bild „Bauernnof in der bayerischen Ostmark“ zu sehen. Gestorben ist der Künstler im Herbst 1942 im oberbayrischen Lenggries. Noch heute sind Bilder von ihm im Besitz öffentlicher Sammlungen.

 

Seine Bilder werden heutzutage in gängigen Auktionshäuser, zum Beispiel Dorotheum gehandelt. Gerne gekauft werden dort seine Schnee- und Winterlandschaften.

 

Unser Bild hier zeigt eine wunderschöne Szene aus dem oberbayerischen Gebirge - einen Bach mit Wiese, Birkenbäumen und Gebirge im Hintergrund. Wahrscheinlich wurde es vor Ort unter freiem Himmel gemalt. 

 

Typisch für ML sind seine knorrige Bäume, die auch auf diesem Bild zu sehen sind, auch ein Bach für die Romantik darf nicht fehlen.

Die Licht- und Schatteneffekte fallen bei diesem Bild als erstes auf und fesseln den Blick. Die frühlingshafte Szenerie mit dem tauenden Schnee und der sonnenbestrahlte Wiese steht für Aufbruch und bessere Zeiten. Durch die nicht vorhandene Sonne wirken die Schatten plastisch intensiv, die ersten warmen Frühlingsstrahlen lassen sich erfühlen.

 

Auch der ruhige Bach besänftigt das Gemüt. Der dunkle Wald im Hintergrund steht für eine dunkle Zeit, deren Erinnerungen immer unschärfer werden und sich entfernen. Die Berge im Hintergrund stehen für neue Höhen und Möglichkeiten des Schicksals. 

 

Durch den grünen Moos an den Birkenbäumen entsteht bei dem Bild ein Rhytmus, der Leben ins Bild bringt und durch das Grün eine gewisse Sänfte entwickelt. Die Birken stehen als Symbol des Frühlings, der Fruchtbarkeit, für aufkeimende Hoffnung, romantische Sehnsüchte und Glück.

 

Das Bild ist signiert und ohne Rahmen. 60x90 cm